Die Kommunion (lat. communio) steht für Gemeinschaft und wird zu jeder Messe abgehalten. Für die Kinder ist es das Fest der Erstkommunion und freuen sich auch auf die elegante Kommunionkleidung wie Anzüge, Kleider, Kommunionschuhe, usw. Nach der Taufe ist das ein weiterer wichtiger Schritt zur Aufnahme in die christliche Gemeinschaft der katholischen Kirche. Mit der ersten Teilnahme am Abendmahl empfangen die Kinder geweihtes Brot, das nach katholischem Glauben den Leib Christi verkörpert. Zwischen neun und zehn Jahren sind die Mädchen und Jungen bei diesem bedeutenden Kirchenbrauch.
Das Zeremoniell des Abendmahls der christlichen Kirchen ist zurückzuführen auf den Gründonnerstag, dem letzten Tag vor der Kreuzigung Jesu. Jenen Abend verbrachte er im Kreise seiner Jünger. Er ahnte zu diesem Zeitpunkt bereits, dass er sehr bald gewaltsam zu Tode kommen würde und forderte seine Jünger auf, zum Gedenken an sein Ende, künftig ein gemeinschaftliches Abendmahl einzunehmen. Die Kirchen sehen im Gründonnerstag den Beweggrund für Feierlichkeiten zum Abendmahl.
Dass die Erstkommunion etwas ganz Besonderes ist, zeigt auch die Kleidung, die die Kinder zu diesem Anlass tragen. Die Kommunionkleidung soll schick, aber auch bequem sein und muss einiges aushalten können, denn Kinder sind äußerst lebhaft und ungestüm. Deshalb dürfen Kinder bei der Wahl der Festkleidung mit entscheiden. Für die Mädchen gibt es traditionelle weiße Kommunionkleider mit Puffärmeln, mit gerüschtem Rock aus unterschiedlichen Materialien sowie dem passendem Kopfschmuck. Die Kommunionschuhe sind weiß – passend zum Kleid. Je nach dem, was der jungen Dame gefällt in Lack, Satin oder Leder mit Verzierungen aus edlen Perlen oder Spangen und Schleifchen.
Die Jungen tragen einen Anzug oder einen Blazer mit dunkler Hose und einem weißem Hemd, dazu vielleicht eine kleine Fliege oder Krawatte. Passend dazu dunkle Kommunionschuhe, aber keine Turnschuhe. Einige Kirchengemeinden verzichten auf die klassische Kommunionkleidung. Sie setzen sich für das Tragen von Kutten und Ministrantengewändern zur Erstkommunion ein. Das erspart Eltern Druck und Geld. Für die Kinder geht damit allerdings die Individualität und damit das Besondere verloren.

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